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Sport1 News
  • Gladbach-Fans plündern Supermarkt

    Einige Anhänger von Borussia Mönchengladbach haben sich auf der Rückfahrt vom Bundesligaspiel in Hannover (0:1) reichlich daneben genommen.

    Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet kam es am Abend in Minden zu einem größeren Polizeieinsatz als Gladbach-Fans sich die Wartezeit zum Umstieg in einen anderen Zug damit vertrieben, in einem Supermarkt vor allem alkoholische Getränke zu entwenden ohne diese zu bezahlen.

    Die angerückten Polizisten nahmen die Personalien von 40 Personen auf. 



  • Pyro-Irrsinn im Nordderby: HSV-Chaoten drehen durch

    Eklat beim Nordderby: Rund um den 1:0-Erfolg von Werder Bremen gegen den Hamburger SV ist es zu unschönen Szenen gekommen.

    Die Polizei rückte mit mehreren Hundertschaften an, um gegen Anhänger beider Lager vorzugehen. Gegen eine Gruppe von Werder-Fans setzten die Streitkräfte Wasserwerfer ein.

    Wie der Weserkurier berichtet, wollte eine Gruppe von Anhängern der Grün-Weißen trotz Aufforderung eine Treppe nicht räumen, über die HSV-Fans das Stadiongelände verlassen sollten. Um die Lage unter Kontrolle zu bekommen setzte die Polizei Wasserwerfer ein.

    Während der 90 Minuten waren es Zuschauer im Hamburger Fanblock, die negativ aufgefallen waren. Sie brannten Pyros ab und schossen Leuchtraketen aufs Spielfeld. Schiedsrichter Felix Zwayer musste die Partie drei Mal unterbrechen. 

    HSV-Boss: "Kein Fans - das sind Fußball-Zerstörer"

    HSV-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen äußerte nach dem Spiel scharfe Kritik am Verhalten der eigenen Fangruppen.

    "So etwas hat noch keiner Mannschaft geholfen. Wir müssen weiter unverdrossen daran arbeiten, diese Jungs rauszukriegen aus dem Fußball", sagte Bruchhagen im Gespräch mit SPORT1. "."Dabei müssen uns auch unsere Fans, die den Fußball lieben, helfen."

    Werder-Trainer Florian Kohfeldt kritisierte: "Das ist ein Unding, Raketen nach unten in die Blöcke zu feuern, ist Irrsinn. Da saßen auch Familien. Solche Leute gehören nicht in ein Fußballstadion."

    Den Hamburgern droht nun ein Nachspiel. Die DFL wird aller Voraussicht nach Ermittlungen einleiten.

    Spielabbruch wohl kein Thema

    Schiedsrichter Zwayer erklärte nach der Partie: "In der einen oder anderen Situation hat das Abbrennen von Pyrotechnik Überhand genommen. Am Ende ist es dann doch glimpflich abgegangen." Ein Spielabbruch stand offenbar nicht zur Disposition. 

    Bereits in der vierten Minute hatte Zwayer das Spiel für 60 Sekunden gestoppt, nachdem im HSV-Fanblock Pyrotechnik abbrannte.

    Zwayers Zeichen blieb aber wirkungslos. Im weiteren Verlauf flogen mehrfach Leuchtraketen aufs Spielfeld. Bruchhagen rechnete aufgrund der Vorfälle mit "empfindlichen Strafen, das ist doch klar". 



  • Robben bekräftigt: "Als Spieler muss man sauer sein"

    Arjen Robben hätte Gründe genug gehabt, nach dem 0:0 des FC Bayern gegen Hertha BSC kommentarlos das Weite zu suchen.

    So wie es Robert Lewandowski tat, weil er nicht über seinen neuen Berater sprechen wollte und auch nicht über seine zahlreichen vergebenen Chancen in den 90 Minuten zuvor.

    Auch für Robben war es ein Nachmittag zum Vergessen, spätestens als der starke Berliner Keeper Rune Jarstein in der letzten Minute seinen Freistoß pariert hatte. Robben vergab die letzte Chance, das erste Heimspiel ohne Münchner Tor seit Mai 2015 (0:1 gegen Augsburg) noch abzuwenden.

    Doch der Niederländer stellte sich den wartenden Journalisten und wich keiner Frage aus. Auch nicht der nach seinen kritischen Aussagen Richtung Jupp Heynckes wegen seiner Reservistenrolle beim 5:0 in der Champions League gegen Besiktas Istanbul.

    "Das ist alles ein bisschen überbewertet worden. Am Ende ist es ein Satz, um den alles geht", sagte Robben. "Den hätte ich im Nachhinein vielleicht lieber nicht gesagt."

    Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream

    Robben versuchte zu beschwichtigen. Gleichwohl rechtfertigte der Routinier seinen Unmut: "Als Spieler darf man sauer sein, muss man sauer sein. Aber ich störe die Mannschaft nicht." Den Teamerfolg sieht Robben trotz seiner kritischen Worte nicht gefährdet. 

    "Habe großen Respekt vor unserem Trainer"

    Sein Verhältnis zu Heynckes, das betonte Robben ausdrücklich, sei ungeachtet der Meinungsverschiedenheit absolut intakt. "Ich habe großen Respekt vor unserem Trainer. Das ist gegenseitig so. Es gibt überhaupt kein Problem", sagte der 34-Jährige.

    Der Chefcoach selbst hatte schon auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hertha erklärt, dass das Betriebsklima durch Robbens Aussagen "in keiner Weise gestört" sei. 

    Auch Robbens Mitspieler sehen offenbar kein Problem. "Arjen ist natürlich ein Spieler, der immer spielen möchte. Aber er war nicht negativ im Training gegenüber der Mannschaft, sondern top-professionell wie immer", sagte Niklas Süle auf SPORT1-Nachfrage. 

    Hummels verteidigt Heynckes

    Ähnlich äußerte sich Mats Hummels. "Uns stört das nicht. In der Mannschaft war das Thema ganz klein, wurde kurz besprochen, aber nicht groß gemacht", sagte der Abwehrchef.

    Hummels gewährte Einblicke in Heynckes' Personalentscheidungen: "Wir wissen, dass der Trainer einen auf keinen Fall aus Boshaftigkeit rauslässt. Sondern weil er das aufstellt, was der Mannschaft aus seiner Sicht am meisten hilft. Deshalb werden wir natürlich versuchen, das alle so hinzunehmen und im Training Gas zu geben, wenn wir mal nicht spielen."

    Hat offenbar auch Arjen Robben getan. Gegen Hertha durfte er ebenso wieder von Beginn an spielen wie Franck Ribery, Niklas Süle, Rafinha und Thiago. Bayerns mäßige Vorstellung allein auf die Umstellungen zu schieben, wäre zu einfach.

    Auffällig waren allerdings im Vergleich zu den vergangenen Wochen die fehlenden Ideen im Offensivspiel, die schwachen Standards ohne den verletzt fehlenden James Rodriguez und die schlechte Chancenverwertung.

    Der CHECK24 Doppelpass u.a. mit Hertha-Trainer Pal Dardai am Sonntag ab 11 Uhr im Free-TV auf SPORT1, auf Facebook Live und via SPORT1.fm

    Mehrere Bestmarken verpasst

    So verpassten die Bayern, mit einem weiteren Sieg gleich mehrere Bestmarken zu übertreffen. Unter anderem die längste Siegesserie in der Bundesliga und die längste Pflichtspiel-Siegesserie.

    Es war das erste 0:0 in der Allianz Arena seit fast sechs Jahren (0:0 im April 2012 gegen Mainz), das erste Unentschieden seit dem 2:2 im Hinspiel Anfang Oktober in Berlin und die erste Punkteteilung seit Heynckes' Rückkehr.

    Dennoch ging der 72-Jährige gelassenmit dem ersten kleinen Rückschlag seit dem 1:2 in Mönchengladbach Ende November um. "Wir können auch mit dem einen Punkt leben, ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Solche Tage gibt es im Fußball, das muss man auch akzeptieren."

    So wie seine Ersatzspieler den Platz auf der Bank.



  • Werder siegt nach Video-Wirbel - HSV mit Durchhalteparolen

    Die Stimmungslage im Lager des Hamburger SV reichte von Enttäuschung bis Niedergeschlagenheit, aber von Aufgeben sprach nach der 0:1-Niederlage im Nordderby bei Werder Bremen niemand. Die Themen des Abends waren das umstrittene Bremer Siegtor und die Ausschreitungen der Chaoten im HSV-Block.

    "Es ist total enttäuschend, wenn man kurz vor Schluss so ein Abseitstor hinnimmt", sagte HSV-Boss Heribert Bruchhagen zu SPORT1. "Wir sind enttäuscht, aber es gibt keine Resignation", betonte Bruchhagen.

    "Wir sind leider durch eine strittige Situation unterlegen. Wir haben alles dafür gegeben, dass wir drei Punkte holen, aber es hat nicht gelangt", meinte HSV-Trainer Bernd Hollerbach und ergänzte: "Wir haben noch zehn Spiele und werden alles raushauen."

    Ein Eigentor von Rick van Drongelen in der 86. Minute besiegelte die unglückliche 0:1-Pleite im Nordduell - allerdings war der Treffer umstritten und wurde erst nach Zurateziehen des Video-Assistenten gefällt.

    Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream

    Wirbel um Bremens Siegtreffer

    "Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt, aber am Ende ist leider eine Fehlentscheidung passiert. Für mich war es ein klares Foul an van Drongelen, er wird am Standbein getroffen", erklärte Trainer Bernd Hollerbach. "Wenn es kein Abseits war, war es ein Foul. Da fragt man sich, warum in Köln die Sache so bewertet wird."

    "Ein Derby zu verlieren tut brutal weh, dann auch noch in der 86. Minute und durch Abseits", meinte Andre Hahn zu SPORT1.

    Schiedsrichter Felix Zwayer sagte zur strittigen Szene: "Wenn alle Gelehrten darüber streiten, dann ist es keine Situation, die klar und eindeutig ist. Am Ende ist mit dem technischen Hilfsmittel der Linie eine korrekte Entscheidung getroffen worden."

    HSV am Abgrund zur 2. Liga

    Fakt ist: Der HSV ist seit elf Spielen sieglos und steht als Vorletzter mit 17 Punkten am Abgrund zur 2. Liga. Werder hat bereits neun Punkte Vorsprung auf den taumelnden Bundesliga-Dino (das Spiel im TICKER zum Nachlesen) und schob sich auf Rang 14 vor. (Bundesliga-Tabelle)

    "Das war keine Vorentscheidung, es war ein guter Schritt für uns und wahrscheinlich auch ein Nackenschlag gegen den HSV", erklärte Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei SPORT1: "Wir tun aber alle gut daran, niemanden abzuschreiben."

    HSV-Boss Bruchhagen gab sich kämpferisch. "Wir müssen unsere Mannschaft schützen, damit sie alles dafür tun kann, ihre Restchance zu nutzen. Eine meiner wesentlichen Aufgaben ist es, dass nicht alles selbstzerstörerisch auf den HSV zugeht. Aber noch ist es nicht so weit. So lange noch eine Chance besteht, werden wir alles dafür tun."

    Pyro-Ärger führt fast zu Spielabbruch

    Für jede Menge Ärger sorgten die Pyro-Zündeleien von einigen Chaoten im HSV-Block sowie Ausschreitungen nach dem Derby. Zwayer musste die Partie in der 4. und 44. Spielminute jeweils kurz unterbrechen und drohte bei anhaltenden Vergehen sogar mit einem Spielabbruch. Nach dem 1:0 wurden weitere Feuerwerkskörper gezündet.

    "So etwas hat noch keiner Mannschaft geholfen", sagte Bruchhagen und bezeichnete die Randalemacher als "Fußball-Zerstörer". Man müsse "weiter unverdrossen daran arbeiten, diese Jungs rauszukriegen aus dem Fußball. Dabei müssen uns auch unsere Fans, die den Fußball lieben, helfen.

    Der HSV legte durchaus forsch los und spielte nach einigen Störungen von den Rängen mutig nach vorne. Doch die erste Torchance gehörte den überraschend passiven Grün-Weißen. Ein abgefälschter Linksschuss von Maximilian Eggestein strich knapp am Tor von HSV-Torhüter Christian Mathenia vorbei (15.). Dennoch fehlte es an jeglichem Schwung im Spiel der Bremer, bei denen Kohfeldt auf personelle Experimente verzichtet hatte.

    HSV im Pech nach Pavlenka-Patzer

    Die neue Grundordnung der zweikampfstarken Hamburger schmeckte den Gastgebern in der ersten halben Stunde nicht. Schlüsselspieler Max Kruse fehlten zunächst die zündenden Ideen, auf den Außenbahnen gelang Florian Kainz und Zlatko Junuzovic nur wenig.

    "Es fühlt sich überragend an, Derbysieger zu sein", so Max Kruse. "Ich hatte das Gefühl ja schon mit dem FC St. Pauli - aber hier mit Werder fühlt sich das auch sehr sehr schön an!"

    Der HSV war besser drin und wurde nach Standards gefährlich. Ein Wackler von Werder-Keeper Jiri Pavlenka führte beinahe zur Gäste-Führung, doch Hahn und Gideon Jung verpassten im Gestocher knapp (25.). (Alle Ergebnisse des 24. Spieltags)

    Anschließend verflachte die ohnehin nicht hochklassige Partie weiter. Beide Teams leisteten sich immer wieder leichte Abspielfehler im Mittelfeld und agierten zu uninspiriert, um gefährlich zu werden.

    Werder drängt auf Sieg und wird belohnt 

    Zu Beginn der zweiten Hälfte rückte nach dem Pyro-Ärger der Fußball wieder in den Mittelpunkt. Werder verstärkte seine Offensivbemühungen, spielte aber immer wieder zu schlampig in der gegnerischen Hälfte.

    Der HSV zog sich zeitweise tiefer zurück und lauerte auf Konterchancen, wie beim Fernschuss des Ex-Bremers Aaron Hunt (60.). 

    In der Schlussphase nahm die Partie noch einmal an Fahrt auf. Eggestein verfehlte aus der Distanz nur knapp (72.) und auch der HSV witterte weiter seine Chance auf einen Befreiungsschlag.



  • Heldt sauer wegen Fan-Protesten: "Kotzt mich alles an"

    Explosive Stimmung bei Hannover 96: Nach der 0:1-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach ging Sportdirektor Horst Heldt deutlicher denn je auf Konfrontation mit den eigenen Anhängern.

    "Mich kotzt hier alles an. Wir beschäftigen uns mit allem anderen nur nicht mit Fußball", schimpfte Heldt bei Sky. Auslöser für seine Wutrede war das Verhalten einiger 96-Fans während der Partie.

    Im Block der Ultras waren Plakate ausgerollt worden, die entweder die DFL oder Vereins-Präsident Martin Kind anfeindeten. "Eure Gier bringt den Fußball um! 50+1-Regel nicht aufweichen!", war darauf zu lesen, oder: "Kind muss weg!"  

    Stimmung bei 96 "so negativ wie noch nie"

    Einige Fans erinnerten an Hannovers Meisterschaften 1938 und '54 und den Pokalsieg von 1992. Ihr Kommentar dazu: "Erfolge als Scheißverein (...) Erfolge unter Diktator Kind."

    Ein großer Teil des Publikums protestierte auf diese Weise gegen Kinds Pläne, die Mehrheitsanteile bei 96 zu übernehmen. Dadurch würde die 50+1-Regelung außer Kraft gesetzt. 

    Solche Unmutsäußerungen sind nicht neu in Hannover. Erschwerend hinzu kam am Samstag jedoch der Unmut über die Montagsspiele in dieser Saison.  Die Atmosphäre im Stadion war so gereizt, dass sie sich sichtbar auf die Spielweise des Aufsteigers auswirkte.

    Held schimpft: "Haben es nicht anders verdient"

    "In der ersten Halbzeit hat man die Verunsicherung gespürt durch die schlechte Stimmung auf den Rängen", sagte Andre Breitenreiter bei SPORT1. Auf den Trainer wirkte die Kulisse "so negativ wie noch nie in dieser Saison".

    Es sei schade, befand Breitenreiter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, "dass das Ganze auf Martin Kind reduziert wird. Normal klärt man das im Austausch, aber der ist hier in Hannover anscheinend gerade nicht möglich".

    Deutlich erzürnter trat Horst Heldt in der Mixed-Zone vor die Mikrofone. Mit Blick auf die Niederlage und die Stimmung während der 90 Minuten grollte der Sportdirektor: "Deswegen haben wir es auch nicht anders verdient."



  • Stuttgart dank Korkut weiter im Höhenflug

    Vor drei Wochen noch verteufelt, jetzt euphorisch gefeiert: Beim VfB Stuttgart ist die Welt trotz Minimalistenfußball wieder in Ordnung - dank Tayfun Korkut. Der 43-Jährige, der bei seiner Amtsübernahme am 29. Januar heftig angefeindet wurde, hat es in kurzer Zeit geschafft, die Stimmung bei den Schwaben komplett zu drehen.

    "Wir sind alle glücklich. Das tut enorm gut", sagte Erik Thommy, der mit seinem Treffer (13.) das umjubelte 1:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt gesichert hatte (Alle Ergebnisse des 24. Spieltags).

    Es war das dritte 1:0 des VfB in Folge, dazu kam noch das 1:1 in Wolfsburg bei Korkuts Debüt - heißt für die Stuttgarter: Zehn Punkte aus vier Spielen mit nur vier Treffern und mit inzwischen 30 Punkten reichlich Abstand zu den Abstiegsrängen (Die Tabelle der Bundesliga).

    Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream

    Die Gründe für den Höhenflug liegen auf der Hand: Korkut, Nachfolger von Hannes Wolf, hat aus einem verunsicherten Haufen eine Truppe geformt, die defensiv kaum etwas zulässt und die Struktur hat. "Das ist eine unglaubliche Qualität", betonte Sportvorstand Michael Reschke. Zudem sei der  VfB inzwischen eine "richtige Männermannschaft" geworden, fügte Reschke an.

    Prunkstück der Schwaben ist derzeit die Abwehr um die bärenstarken Timo Baumgartl und Benjamin Pavard, die trotz ihrer erst 21 Jahre sehr abgeklärt agieren und die Defensive im Verbund mit Holger Badstuber, der auf der für ihn ungewohnten Sechserposition spielt, zusammenhalten. Das sei "überragend", lobte Reschke.

    Längst sind die Stimmen verstummt, die Korkut den Job beim VfB nicht zugetraut hatten. Doch der Coach will sich von der Euphorie nicht anstecken lassen. "Die drei Punkte tun gut. Aber wir werden weiter arbeiten. Es läuft nichts von selber. Wir dürfen keine Zufriedenheit ausstrahlen und müssen unser Ziel immer vor Augen haben", sagte er bestimmt.

    Auch Reschke warnte. Zwar wachse mit dem "Ergebnisglück auch das Selbstvertrauen. Aber für uns alle ist klar: Wir sind noch nicht gerettet. Wir brauchen noch sieben, acht Punkte". (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

    Den Klassenerhalt hat die Eintracht bereits gesichert. "Was jetzt noch kommt, das ist eine Zugabe", sagte Frankfurts Sportchef Fredi Bobic vor der Partie bei Sky. Doch in Stuttgart kam von der bisherigen Überraschungsmannschaft der Saison nichts. Sehr zum Leidwesen von Trainer Niko Kovac.

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    "Das Niveau war gar nicht gut - und wir waren noch schlechter. Wenn man solch eine Leistung abliefert, kann man keine Punkte holen. Deshalb sind wir sehr enttäuscht. Die Art und Weise, wie wir das Spiel geführt haben, ärgert mich maßlos", schimpfte Kovac.

    Auch der frühere VfB-Manager Bobic war bei seiner Rückkehr  nicht zufrieden. "Da hat der letzte Hunger gefehlt. Wenn wir Ziele haben, muss man solche Spiele anders bestreiten", sagte er, fügte aber milde an: "Das ist ein Lernprozess."



  • Bayern gibt Coman-Diagnose bekannt

    Offensivspieler Kingsley Coman von Tabellenführer Bayern München hat beim 0:0 am Samstag gegen Hertha BSC eine Kapselverletzung im Sprunggelenk erlitten.

    Das teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister nach der Partie via Twitter mit.

    Wie lange der 21-jährige Franzose pausieren muss, könne man nach Angaben von Bayern-Trainer Jupp Heynckes erst nach einer genaueren Untersuchung sagen.

    Der 21-Jährige blieb auf dem Platz, weil Jupp Heynckes schon dreimal gewechselt hatte. "Das war natürlich ein zusätzliches Handicap", betonte der Bayern-Coach: "Unser Arzt sagt aber, es wäre aus seiner Sicht keine sonderlich schlimme Verletzung."



  • Kramers Krachers beendet Gladbacher Krise

    Dieter Hecking freute sich diebisch. Auch lange nach dem für Borussia Mönchengladbach und auch ihn persönlich so wichtigen Sieg konnte es der Trainer der Borussia noch nicht so recht fassen. "Dass Chris Kramer mit links so einen raushaut, ist nicht nachvollziehbar. So was kann der normal gar nicht, auch nicht im Training", sagte Hecking nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg bei Hannover 96.

    Dank Weltmeister Kramer haben die Gladbacher ihre Talfahrt in der Bundesliga gestoppt  (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen).

    Vier Spiele hatte die Borussia hintereinander verloren, geschlagene 431 Minuten und 77 missglückte Torschüsse auf einen Treffer gewartet - und dann kam Kramer. Mit einem fulminanten Volleyschuss erlöste der Mittelfeldspieler die Elf vom Niederrhein und sorgte mit seinem Traumtor aus 17 Metern in der 72. Minute für lange vermisste Glücksgefühle.

    Die Highlights des Spiels am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream

    "Einfach draufgehalten"

    "So einer gelingt mir nicht so oft. Ich habe einfach mit links draufgehalten. Als er dann drin war, da war ich auch ein bisschen überrascht", sagte Kramer. Und grinste.

    "Ich war über das Tor selbst überrascht, aber der Sieg ist umso wichtiger", meinte er bei Sky. Jannick Vestergaard fügte an: "Wichtig war, dass wir uns bewiesen haben, dass wir es noch können."

    Vor allem Hecking pustete nach dem ersten Auswärtsdreier seit über drei Monaten durch. "Es war eine pure Erleichterung", sagte der 53-Jährige: "Natürlich fällt da ein bisschen etwas ab. Jetzt gilt es, bis Freitag den einen oder anderen Verletzten zurückzubekommen und dann gegen Bremen nachzulegen."

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    Borussia nähert sich Europapokalplätzen

    In der niedersächsischen Landeshauptstadt drohte den Gladbachern lange Zeit ein ähnliches Schicksal wie bei den vorherigen Auftritten. Die Borussia war überlegen, erspielte sich reichlich Torchancen - doch bekam das Leder einfach nicht über die Linie. "Vielleicht musste dann so ein Glücksschuss her", sagte Kramer. Und Kapitän Lars Stindl meinte: "Das ist ein riesiges Glücksgefühl nach einer schwierigen Zeit. Aus diesem Spiel können wir viel schöpfen."

    Tatsächlich hat sich die Borussia durch den Sieg mit nunmehr 34 Punkten wieder ein kleines Stück dichter an die Europacupplätze gerobbt. Doch davon wollten Hecking und Co. erstmal nichts hören. "Ich bin keiner, der Woche für Woche auf die Tabelle schielt", sagte der Trainer. Torhüter Yann Sommer pflichtete ihm bei: "Es wäre falsch, jetzt wieder von Europa zu sprechen."

    Breitenreiter ärgert sich über Hannovers Fans

    Der Blick auf das aktuelle Tableau spielt auch bei Aufsteiger Hannover nur eine untergeordnete Rolle. Das Team von Coach Andre Breitenreiter liegt mit 32 Punkten weiter voll im Soll, Sorgen bereiten den Niedersachsen aber einmal mehr die eigenen Fans. Breitenreiter nannte die Atmosphäre im Stadion "so negativ wie noch nie in dieser Saison". (Bundesliga-Tabelle)

    Während der 90 Minuten lieferten sich Gegner von Vereinspräsident Martin Kind ("Kind muss weg") und dessen Befürworter ("Ultras raus") immer wieder hitzige Wortgefechte, anstatt die Mannschaft geschlossen anzufeuern. "Es kotzt mich an", wetterte Sportdirektor Horst Heldt: "Wir beschäftigen uns mit allem anderen, nur nicht mit Fußball." 96 hatte in der vergangenen Woche eine Diskussion mit Fanvertretern zum Thema "50+1-Regel" abgesagt.

    Hannovers Trainer Breitenreiter kritisierte die 96-Fans: "Wir sind in der ersten Halbzeit nicht so gut ins Spiel gekommen und wirkten gehemmt. Ich will das gar nicht auf die Atmosphäre im Stadion schieben, aber die war so negativ wie noch nie in dieser Saison. Der Sieg für Gladbach war aufgrund der gesamten 90 Minuten nicht unverdient. Wir haben aber keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen."




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