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Tischtennis
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Abschied von Jürgen Maier – Tischtennis Sportverein St. Blasien 1920 e.V.

Die Welt des Tischtennisspielens birgt für Jürgen Maier vom Sportverein St. Blasien, 40 Jahre im Sportverein für die Abteilung Tischtennis verantwortlich, schon lange keine Geheimnisse mehr. Nach 60 Jahren als Sportler ist er ein alter Hase. Nun sagt er: "Es wird Zeit, dass ich aufhöre und auch das Amt des Abteilungsleiters, mein letztes sportliches Ehrenamt, an den Nagel hänge". Dirk Stockkamp ist sein Nachfolger.

Ich bin froh, dass ich einen Nachfolger gefunden habe", sagt der 77-jährige Jürgen Maier erleichtert, nicht ohne dankbar darauf hinzuweisen, dass er immer viele Helfer an seiner Seite hatte. Tischtennis war für ihn mehr als ein schneller Sport, kaum jemand kann auf einen ähnlich reichen Erfahrungsschatz zurückblicken. Strahlend zählt er auf: 38 Jahre behielt er als Schiedsrichter die Turniere im Auge, 31 Jahre war er stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins. Darüber hinaus erhielt Maier die goldene Spielnadel für mehr als 60 Jahre als Tischtennisspieler und die bronzene Ehrennadel für besondere Verdienste im Tischtennissport. Die Verdienstnadel des Landes Baden-Württemberg fürs Ehrenamt schließlich krönte die Fülle seiner Einsätze für den Sport.

 

Vergnügt plaudert er dann über die guten alten Zeiten: Damals, in den Anfangszeiten, habe es noch die alte Reithalle gegeben, unten an der Landesstraße, in die man jederzeit hinein konnte. Der Vorteil sei gewesen, meint Maier, dass man dann viel mit der Mannschaft trainieren und deshalb gute Leistungen bringen konnte. Diese Halle habe zwar keine Heizung gehabt, erinnert er sich, doch meist war es draußen wärmer als innen, sodass man das Tor offen ließ und die Außentemperaturen den Ofen ersetzten. "Leider kann die Sporthalle hier nur einmal in der Woche benutzt werden und die zweieinhalb Stunden, um die Spieler zu fördern, sind zu wenig", sagt er bedauernd.

 

Seine Augen glänzen, als er davon berichtet, dass seine Mannschaft 1957 in die höchste südbadische Spielklasse aufstieg und es für ihn eine große Ehre gewesen sei, dass er als junger Spieler schon mitspielen durfte. Oder, als er von dem Erlebnis erzählt, dass er 1958 als Schiedsrichter ein deutsch-japanisches Spiel pfeifen durfte. Auch an die Teilnahme an der Senioren-Tischtennis-WM 2002 in Luzern, während der er zwar in der Vorrunde ausschied, aber vier Spiele spielte und davon zwei gewann, denkt er begeistert zurück. Einer seiner Gegner stammte aus Neuseeland, erzählt er.

 

Reaktion, Schnelligkeit und Mentalität an der Platte waren seine ständigen Begleiter, noch vor vier Jahren spielte er in der Mannschaft mit. Jetzt ist er glücklich, dass Dirk Stockkamp ihm die Verantwortung abnimmt und die Mannschaftsmeldungen, Spielverlegungen, Mannschaftsaufstellungen, Organisationen von Stadtmeisterschaft, Festen oder Weihnachtsfeiern nicht mehr in seinen Aufgabenbereich fallen.

 

In Zukunft wird es für ihn auch keine sportlichen Tischtennisbegegnungen mehr geben. "Es ist die Luft, die mir beim Spielen fehlt", verrät er. Als internationaler Schiedsrichter würde er weitermachen, aber ohne Englischkenntnisse ist da nichts drin, sagt er schulterzuckend. Nächstes Jahr wird er noch ein Spiel pfeifen, dann sei auch damit Schluss.

 
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Link - Jürgen Maier

Jürgen Maier, Abt.-Leiter TT 

Ganz klar - ohne Schiedsrichter läuft während eines Tischtennisturniers nichts. Der 76-jährige Jürgen Maier aus Oberkutterau ist schon viele Jahre einer von ihnen. Angefangen damit hatte er in seiner Jugend, um 1955, als sein Bruder – später südbadischer Meister, dann Bundesligaspieler – zu Wettkämpfen fuhr und Jürgen Maier dabei als Unparteiischer tätig wurde. Mittlerweile ist er seit 37 Jahren Verbandsschiedsrichter.

Auch der hiesige Tischtennisbetrieb liegt ihm sehr am Herzen. Im zarten Alter von zwölf Jahren beginnt er mit dem Tischtennisspielen im Verein. 1971 tritt er für 31 Jahre das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden an und übernimmt zusätzlich sechs Jahre später die Leitung Abteilung Tischtennis. Gut, dass er sich auf die Hilfe der Kollegen verlassen kann. "Die machen die Hauptarbeit", hebt er bescheiden hervor, "ich schau, dass alles funktioniert und gehe zu den Verbands- und Bezirkstagen".

Darüber hinaus wird er seit 1979 als Verbandsschiedsrichter bei Verbandsspielen und südbadischen Ranglistenturnieren eingesetzt. Sensibilisiert, vorausschauend und konsequent: Ein Schiedsrichter erfasst alles. "Wir haben zwar das Regelwerk, was jedoch letztendlich zählt, ist die genaue Beobachtung", fasst Maier zusammen. Es sind Spiele wie die deutschen Meisterschaften in Donaueschingen oder das Länderspiel gegen Japan, die ihm schon bald durch seinen wachen, aufmerksamen Schiedsrichtergeist Geschichten fürs Leben liefern.

 

Erst 1979, als jeder Verein einen Verbandsschiedsrichter stellen oder ansonsten mit Geldstrafen rechnen muss, macht er die Schiedsrichterprüfung und wird Verbandsschiedsrichter.

Ernst wird es für ihn und seine Kollegen an einem Einsatztag bereits vor dem ersten Ballwechsel. Dann geht es darum, die Gegebenheiten vor Ort zu prüfen. Maßgeblich ist da die sogenannte OSR-Checkliste. Hat der Tisch ein umrandetes Feld von mindestens sechs mal zwölf Metern? Stimmt die Raumtemperatur, ist der Boden rutschfest? Entspricht das eingesetzte Material wie der Tisch, das Netz oder die Bälle den Bestimmungen? Ist der Belag des Schlägers zugelassen? Möglich seien 500 verschiedene Beläge, betont Maier und verweist auf eine weitere dreiseitige Liste. Von alldem bekommen die Zuschauer selten etwas mit. Auch während der Begegnungen geschieht – abgesehen vom Anzeigen des Aufschlags, eines Punktgewinns oder dem eventuellen Aussprechen einer Verwarnung vieles unbemerkt.

"Vor kurzem habe ich an einem Nachmittag, aus Mangel an Schiedsrichter, an zwölf Spielen gezählt. Danach ist man erschöpft", erzählt der erfahrene Mann – und das alles für eine geringe Aufwandsentschädigung.

Seine Erfahrung als Spieler sammelte er schon als Kind, damals Zuhause noch an einer selbst gezimmerten Nut- und Federplatte. Die Begeisterung dehnte sich aus: 40 Jahre lang als Mannschaftsspieler im SV St. Blasien. "Ich habe bis vor drei Jahren aktiv Tischtennis gespielt, jetzt macht die Luft nicht mehr mit", bedauert der 76-Jährige. "Denn wenn sogar der Gegner dir die Bälle bringt, ist es Zeit aufzuhören", meint er schelmisch.

Unzählige Urkunden und Pokale hat der Vater von drei erwachsenen Kindern und Opa von sechs Enkelkindern als Spieler von den Tischtenniswettbewerben mitgebracht, doch sein Schatz an Erinnerungen ist ungleich höher.

Er ist etwa 64 Jahre alt, als er als Spieler an der Seniorenweltmeisterschaft in Luzern teilnimmt. Dabei erlebt er einen Wettbewerb mit 3000 Teilnehmern an 100 Tischen. "Die Atmosphäre war unbeschreiblich", schwärmt er und freut sich: Er habe sogar drei Spiele in der Vorrunde gewonnen.

Mitmachen könne da jeder, man müsse lediglich zwischen 40 und 100 Jahre alt sein, sogar eine 95-Jährige habe daran teilgenommen.

   Abteilung TT

 
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